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Die fliegenden Fähren kehren nach Trondheim zurück – diesmal elektrisch

Candela P 12 in Norwegen

Die Fjorde von Trondheim werden bald vom schnellsten Elektro-Passagierschiff der Welt, der Candela P-12, befahren werden – das spart Pendlern Stunden und bringt fliegende Schiffe zurück auf die Wasserstraßen der Stadt.

Vom 17. Dezember bis Januar wird die Candela P-12 in Trondheim versuchsweise eingesetzt.

12. Dezember 2025

Ab dem 17. Dezember und bis in den Januar hinein wird die Candela P-12 – die weltweit erste elektrische Tragflügelboot-Fähre – im Rahmen des Frostabåten-Projekts zwischen Frosta Brygge und Trondheim verkehren. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit zwischen Immobilienentwicklern, der Technischen Universität Trondheim (NTNU) sowie regionalen und kommunalen Behörden.

Mit einer Reisegeschwindigkeit von 25 Knoten und einer rein elektrischen Reichweite von 40 Seemeilen ist die P-12 das schnellste und weitreichendste Elektro-Passagierschiff der Welt. Sie bieteteine neue Lösungfür die Pendlerprobleme in Trondheim – und ganz Norwegen. Fjorde schneiden tiefe Einschnitte in die Landschaft, sodass die kürzeste Route direkt über das Wasser führt, aber aufgrund der hohen Betriebskosten von Fähren sind die Einwohner oft auf den Landverkehr beschränkt.

Heute müssen die Einwohner von Frosta – einer neu erbauten Küstengemeinde mit weitläufigem Blick auf den Fjord – mit dem Auto oder Bus ins Zentrum von Trondheim fahren, eine Fahrt, die etwa 1 Stunde und 30 Minuten dauert. Mit der P-12, die den Fjord überquert, dauert die Fahrt nur noch 30 Minuten, wodurch Pendler täglich etwa zwei Stunden Zeit sparen.

Das Frostabåten-Projekt belebt somiteinen sehr vermissten Fährdienst auf dieser Strecke wieder, der 1970 eingestellt wurde – und in seinem letzten Jahr kurzzeitig mit einem dieselbetriebenen PT-20-Tragflügelboot(Bildlink) betrieben wurde. Dieses Schiff bot schnelle Fahrzeiten, erwies sich jedoch als zu kostspielig im Betrieb.

„Wir bringen Flugboote zurück nach Trondheim – aber dieses Mal sind sie elektrisch, flüsterleise und wesentlich effizienter“, sagt Alexander Sifvert, Leiter der europäischen Niederlassung von Candela.

Die P-12 ist nicht nur emissionsfrei, sondern auch wesentlich kostengünstiger im Betrieb als herkömmliche Schiffe. Ihr Vorteil liegt in ihrem effizienten C-POD-Antriebsstrang und den computergesteuerten Tragflügeln, die das Boot über die Wasseroberfläche heben und so den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Rümpfen um erstaunliche 80 % senken. Strom ist in Trondheim, wo Wasserkraft den Energiemix dominiert, zudem kostengünstig. Das Ergebnis ist ein Schiff, dessen Betriebskosten mit denen von Landtransportmitteln wie Bussen vergleichbar sind.

Die Effizienz des P-12 beseitigt auch denEngpass, der Norwegens ansonsten ehrgeizige Elektrifizierung seiner Diesel-Fährflotte gebremst hat. Trotz nationaler Vorgaben für emissionsfreie Fjorde und starker politischer Unterstützung hat sich die Elektrifizierungvon Hochgeschwindigkeitsstrecken als schwierig erwiesen: Herkömmliche elektrische Schnellfähren verbrauchen zu viel Energie, erfordern teure Ladesysteme im Megawattbereich und bieten nur eine begrenzte Reichweite. Der P-12 hingegen wird mit einem kostengünstigen und mobilen Gleichstromladegerät im Stil eines Autoladegeräts aufgeladen.

„Norwegen ist weltweit führend in Sachen Elektrifizierung. Mit einer Marktdurchdringung von Elektroautos von fast 100 % sind die Wasserstraßen die nächste Grenze für disruptive Veränderungen. Mit unserer Technologie kann dieser Wandel nicht nur weitaus kostengünstiger sein als der Betrieb von Dieselfahrzeugen, sondern auch neue Routen rentabel machen – oder, wie im Fall von Frosta, Routen wiederbeleben, die im Wettbewerb mit dem Straßenverkehr wirtschaftlich nicht tragfähig waren“, sagt Alexander Sifvert von Candela.

Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit Frosta Brygge, dem Hafen von Trondheim, dem Ocean Autonomy Cluster, dem NTNU Shore Control Lab und anderen durchgeführt. Die Tests werden vom 15. Januar 2025 bis Januar 2026 fortgesetzt, um die Technologie, den Betrieb und das Potenzial für zukünftige Routen zu bewerten.

Kontakt:

Candela
Mikael Mahlberg, Leiter der Abteilung Kommunikation
mikael.mahlberg@candela.com
+46 76 537 6678